Terpene

Die Kraft der Terpene von Cannabis

Cannabis besteht unter anderem aus viele chemische Bausteinen und davon gehören rund 145 zur Gruppe «organischen Kohlenwasserstoffe». Die man Terpene nennt.

Die Duftmoleküle «Terpene» sind in allen Pflanzen auffindbar sowie auch im Cannabis. Die geschmackliche Charaktereigenschaft jeder Pflanze besteht aus der Kombination der verschiedenen Terpenen die Sie besitzt. Das speziell wie auch interessante ist bei der Cannabispflanze, dass jede Sorte ein einzigartiges Profil an Terpenen medizinischer Eigenschaft aufweist. Ein einfaches und persönliches Beispiel dafür das es sowas in der Mutter Natur anderweitig gibt, sind Trauben die den Charakter unserer Weine bestimmen. Es wird jedoch bei der Cannabispflanze angenommen, dass unabhängig der vorhandenen Cannabinoiden und Terpene weitere andere medizinische Eigenschaften vorhanden sind.

Terpene sind nanopartikelgrosse, aromatische Moleküle, die problemlos die Blut-Hirn-Schranke (dies ist eine Schicht, die das Gehirn vom Blut trennt das keine giftige Substanzen ins Gehirn gelangen) überwinden und auf direktem Weg ins zentrale Nervensystem einwirken kann. Im Gegensatz zu bestehenden pharmazeutische Wirkstoffe aus grossen Molekülen, die die genannte Schranke nicht überwinden können.

Terpene von Cannabis

Die organische Kohlenstoffverbindungen die sogenannten Terpene, werden auch Isoprene genannt. Da die aufweisende Struktur auf nacheinander folgende Isoprenketten C5H8 aufbaut.

Die Terpene die in der Cannabispflanze enthalten sind werden von einem Sekret ausgeschieden. Dank Lichteinstrahlung wird die Produktion der Terpene angeregt. Im ausgeschiedenen Harz der Cannabispflanze sammeln sich Terpene wie auch Cannabinoiden an.

Funktionen der Cannabis-Terpene

In der Blüte weiblicher unbefruchteter Cannabispflanzen findet man die aromatischen Inhaltstoffe in besonders starker Konzentration. Sie schützen die Blüte vor Pilzen, Bakterien, Insektenbefall und anderen Stressfaktoren. Anhand der Genetik und den Anbaubedingungen wir die Menge wie auch die Zusammensetzung der Terpene verändert.

Wie erwähnt, helfen die Duftstoffe, Parasiten fernzuhalten und bestäubende Insekten anzulocken. Auch wenn die exakte Zusammensetzung der Terpene von Pflanze zu Pflanze einzigartig ist, ähneln sich Pflanzen derselben Sorte. Das hat damit zu tun, dass die Kombination von Terpenen unter Verwandten derselben Genetik sehr gleich sind.

Eigenschaften der Terpene

Während die Wirkungen und Eigenschaften der Cannabinoide (insbesondere von THC und CBD) Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien sind, sind die Terpene noch weitgehend unerforscht. Obwohl schon einige Studien durchgeführt wurden, sind noch unzureichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorhanden, die therapeutische und heilsame Wirkungen von Terpenen nachweisen. Einige Studien haben aufgezeigt, dass die Terpene zum sogenannten «Entourage-Effekt» beitragen. Das heisst, dass es die therapeutischen Wirkungen von anderen Bestandteilen, insbesondere der Cannabinoide, verstärken kann. So bewies der Neurowissenschaftler Ethan Russo in einer Studie, dass die Terpene die nachteiligen Auswirkungen von THC mildern und somit die therapeutische Wirksamkeit des Cannabinoids begünstigen. Russo geht davon aus, dass dieses Zusammenwirken von Cannabinoiden und Terpenen die heilenden Eigenschaften des Cannabis verstärkt.

So wie das THC (neben anderen Cannabinoiden) mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems interagiert, tun dies auch ein Teil der Terpene und beeinflussen damit die Gesamtwirkung. Einige Terpene können sogar die Menge des THC modifizieren, dass durch die Blut-Hirn-Schranke dringt. Terpene haben als einen Einfluss darauf, wie Cannabis auf unseren Körper wirkt und es gibt sogar Studien, die aufzeigen, dass diese Bestandteile auch den Dopamin und Serotoninspiegel beeinflussen können.

Die Wirkungsweise ist von Terpen zu Terpen verschieden. Myrcen kann beispielsweise eine narkotisierende, beruhigende Wirkung hervorrufen, während Limonen Scharfsinnigkeit und Konzentration begünstigt. Es existieren sogar Studien, die darauf hinweisen, dass das Terpen Beta-Caryophyllen neuroprotektive Eigenschaften besitzt und sich deshalb zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson einsetzen lassen könnte. Deswegen können diese von der Forschung lange vernachlässigten Bestandteile der Cannabispflanze wichtige therapeutische Eigenschaften bieten und zwar nicht nur in isolierter Form, da sie anscheinend auch mit den Cannabinoiden in unserem Körper interagieren.

 

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